22.11.17

Jugendkantorei der Stadtkirche auf Asienreise

Immer noch sind die Eindrücke intensiv, schwingt das Erlebte nach: Die Jugendkantorei der Stadtkirche Esslingen hat eine Konzert- und Begegnungsreise nach Malaysia, Hongkong und die Volksrepublik China geführt.

Jugendkantorei im Dschungel von Malaysia

Zweieinhalb Wochen waren die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit ihrem Chorleiter Kirchenmusikdirektor Uwe Schüssler und seiner Frau Hanna Schüssler in Asien unterwegs. Mit dabei auch der frühere Esslinger Jugendpfarrer Dieter Bullard-Werner, heute Geschäftsführer der Basler Mission Deutscher Zweig. In Kooperation mit ihr fand die interkulturelle Begegnungsreise statt.


Die Teilnehmer berichten von vielen beeindruckenden Erlebnissen und Begegnungen, vor allem auch bei Gelegenheiten, wo sie in Gastfamilien untergebracht waren oder andere junge Menschen trafen. Unterwegs sei man nicht nur im wörtlichen sondern auch im übertragenen Sinne gewesen, sagt Chorsänger Marius Böhmerle. „Eine derart intensive Reise kann die Perspektive von Menschen verändern und sie in ihrer Wahrnehmung sensibilisieren.“


Die Reise führte nicht nur in große Städte wie Hongkong sondern auch in eher abgelegene Dörfer bis an den Rande des Dschungels auf der Insel Borneo. Johannes von Scholz beschreibt die Bandbreite so: „Menschenmengen und leere Strände, unberührte Natur und  Hongkong-Smog“.


Die Kantorei gab etliche große Konzerte – teilweise gemeinsam mit chinesischen Chören - oder gestaltete Gottesdienste in christlichen Gemeinden mit. Auch der Besuch von Sozialprojekten stand auf dem Programm. Dabei bemerkten die deutschen Gäste immer wieder, welch großes Interesse ihre Gastgeber an ihnen und der Lebenswirklichkeit in Deutschland hatten, erzählt Böhmerle. Die Reise habe viele zum Nachdenken gebracht - „über Armut und Reichtum, über die oftmals vollkommen unterschiedlichen Zugänge zum gemeinsamen Erbe unseres christlichen Glaubens, über die kirchliche Realität in einem überwiegend nichtchristlichen Umfeld, über die Ambivalenz von Mission, über den Wert der Völkerverständigung und über die integrative Kraft der Musik, die es wie kaum etwas anderes vermag, interkultureller Begegnung einen ästhetisch ansprechenden Rahmen zu verleihen“, fasst Böhmerle zusammen. Auch die Gemeinschaft der jungen Sänger sei durch die Reise gewachsen, ergänzt von Scholz.

Ausführlichere Berichte über die Erlebnisse in Asien finden sich auf www.juka-in-asien.com