Die Orgel der Frauenkirche Esslingen

Weigle-Orgel von 1863 - Foto: P. Köhle

Die Frauenkirche hat zwei Orgeln: die große, gut sichtbare Orgel auf der Westempore, und die kleine Orgel hinter einem Pfeiler auf der Nordseite in der Nähe des Taufsteins.

Die große Orgel wurde im Zuge der Kirchen-Innenrenovierung im Jahre 1862 von der Werkstatt Carl Gottlob Weigle (Stuttgart) erbaut. Klanglich umfasste sie 25 Register mit dem System der Kegelladen und der mechanischen Traktur.
Dieses System funktioniert bis heute. Es handelt sich um eine mittelgroße deutsch-romantische Orgel, besonders gut geeignet für die Orgelwerke von Mendelssohn, Rheinberger und auch Brahms.

1930 bis 1984 amtierte als Organist Dr. Walter Supper. Er hing einem anderen Klangideal an, dem norddeutsch-barocken, und ließ die Orgel umbauen. Die nun 35 Register umfassende Orgel klingt seitdem heller, weniger grundtönig.

Die Orgel der Frauenkirche ist eines der ganz wenigen erhaltenen Instrumente aus der Zeit der deutschen Orgelromantik.

1941 kam durch die Firma Weigle eine zweite, fahrbare Orgel hinzu, mit vier Registern und einer Selbsttreteinrichtung für den Orgelwind, ähnlich wie bei einem Harmonium.

Disposition

Dr. Helmut Völkl an der Frauenkirchenorgel