Historische Wasserspeier der Frauenkirche

63 historische Wasserspeier zieren die Frauenkirche. Abgebildet sind sie in dem Buch „Schützende Engel – Speiende Dämonen“ von Peter Köhle. Die zum Teil monströsen Figuren tragen im Volksmund so deftige und sprechende Namen wie Zimmtrotzer, Pfefferhuster, Sackzwicker, Madonnenbeißer, Zwiebelfresser, Schwabenbrüller oder Ewigkeitsdackel und haben den Künstler HAP Grieshaber 1968 zu vier Holzschnitten inspiriert.

Peter Köhle, zugleich Herausgeber des Buches, hat die Steinfiguren fotografiert.Viele davon sind Kopien der Originale oder Schöpfungen des 19. Jahrhunderts. Fabeltiere, Monster oder Mischwesen wie das Fischweib, aber auch den der Esslinger Sage entlehnten eine Zwiebel fressenden Teufel fand er an den Traufen und Simsen. Verschiedene Fachbeiträge ergänzen die Fotos und geben auf ganz unterschiedliche Weise Einblicke in Funktion und Entwicklung der Wasserspeier, vor allem aber auch in die Bedeutung, die Engelwesen und Dämonen in der Glaubenswelt vergangener Jahrhunderte und bis in die Gegenwart hatten.

Peter Köhle (Hg.): Schützende Engel - Speiende Dämonen: Die Wasserspeier der Esslinger Frauenkirche und HAP Grieshaber, Esslingen 2011

 

Fotos: Peter Köhle